Osterbrot „Pinca“ – der mediterrane Oster-Geschmack

Überall in der Welt sind Festtage mit bestimmten Farben, Tänzen, Liedern oder Ritualen verbunden. Doch was man am meisten mit Festtagen verbindet, sind ihre Aromen. Jede Gegend hat ihre eigenen kulinarischen Traditionen und eine unverkennbare Mischung aus Geschmäckern, Düften, Farben und Formen der Gerichte, die uns immer wieder an die traditionellen Werte, die Familie und die Gemeinschaft erinnern. Eine Gegend zu besuchen, bedeutet ihre Bräuche, Gerichte und Rezepte auszuprobieren.

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Pinca – traditionelles Osterbrot.

Um Lošinj besser kennenzulernen und unsere Lebensweise, Küche und Bräuche hautnah zu erleben, sollten Sie unbedingt das traditionelle Osterbrot unserer Insel verkosten, das wir Pinca nennen. Es handelt sich dabei um einen einfachen Hefeteig, der mit Aromen angereichert wird, die Hausfrauen von Lošinj in der Vergangenheit zur Verfügung hatten – Zitrone und Orange. Einfach aber lecker und köstlich zugleich steht die Pinca für ein gemütliches Familientreffen im Elternhaus, für eine Flucht aus dem geschäftigen Alltag und für einen Genuss von Aromen, Farben und Düften, ohne die die Festtage nicht das wären, was sie für uns sind.

Da sich Lošinj durch ein besonders mildes Klima auszeichnet, kann man zu Ostern meistens schon gemütlich auf der Terrasse sitzen und den Blick auf das blaue Meer und die frischen Frühlingsfarben genießen. Deshalb laden wir Sie ein, unsere Insel zu besuchen und hier die Pinca zu verkosten. So können Sie aus erster Hand erleben, wie die mediterrane Frühlingssonne mit den Aromen der Zitrone und Orange miteinander kombiniert werden. Das Rezept für die traditionelle Pinza finden Sie weiter hinten in diesem Blog-Eintrag.

Lassen Sie es sich schmecken!

Zutaten:
• 1 kg Mehl
• 150 g frische Hefe
• 250 g Zucker
• 150 g Samenöl
• 5 Eier (2 ganze Eier und 3 Eigelb)
• 1 Tasse (2 dcl) warme Milch
• ein Schuss Rum
• 1 geriebene Orangenschale
• 1 geriebene Zitronenschale
• eine Prise Salz
• 1 Ei (zum Auftragen)

Lošinjer Zitrone – die Schale einer ungespritzten Zitrone ist die wichtigste Zutat einer Pinca.

Hefe in warmer Milch auflösen und mit etwas Mehl verrühren. Zudecken und 15 Minuten lang gehen lassen.

In einer separaten Schüssel Eier mit Zucker, Öl, Salz, Rum und geriebenen Orangen- und Zitronenschalen schlagen.

Das Mehl in eine große Schüssel durchsieben. In der Mitte einen “Brunnen” formen. Geschäumte Hefe und andere Zutaten hineingeben. Den Teig kneten, zudecken und 30-60 Minuten lang gehen lassen.

Den Teig erneut kneten, eine Kugel formen und in die Kuchenform geben (das Blech vorher einfetten oder Backpapier verwenden). Gehen lassen, bis der Teig etwa doppelt so groß ist. Mit einer Küchenschere drei Linien einritzen, die in der Mitte aufeinandertreffen. Die Linien sollten ziemlich tief sein (mindestens bis zur Hälfte des Teigs) damit der Teig von der Mitte aus treiben und die traditionelle Gipfelform bilden kann.

Ofen auf 170°C vorheizen. 30-40 Minuten backen. Mit geschlagenem Ei bestreichen, solange die Pinca noch warm ist.

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Die Pinca mit geschlagenem Ei bestreichen, solange der Teig noch warm ist. So wird die Kruste glatt und glänzend.

Tipps für eine optimale Pinca:
Die Zutaten (Eier, Zucker, Öl, Salz, Rum, Orange, Zitrone) über warmes Wasser bei niedriger Hitze mischen und rühren, bis die Mischung cremig und sämig ist (aber darauf achten, dass die Eier nicht gekocht werden).
Wenn der Teig zum zweiten Mal aufgeht, 4-5 Stunden an einer warmen Stelle ruhen lassen.
Die Pinca wird typischerweise in drei Teile geschnitten, die die Heilige Dreifaltigkeit darstellen.
Wärme ist die wichtigste „Zutat“. Deshalb sollte man die ganze Familie in die Vorbereitung des traditionellen Osterbrots einbeziehen.

Frohe Ostern!

Quelle: Slatki blog

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